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Sachgebiet: Allgemeines Zivilrecht

3591 Entscheidungen insgesamt




Online seit 2010

IMRRS 2010, 0847
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Sonstiges Zivilrecht - Höhe des Reparaturaufwandes im Schadensersatzrecht

BGH, Urteil vom 08.12.2009 - VI ZR 119/09

1. In den Fällen, in denen der Reparaturaufwand bis zu 30% über dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs liegt, können Reparaturkosten nur bei konkreter Schadensabrechnung ersetzt verlangt werden.*)

2. Ersatz von Reparaturaufwand bis zu 30% über dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs kann dabei nur verlangt werden, wenn die Reparatur fachgerecht und in einem Umfang durchgeführt wird, wie ihn der Sachverständige zur Grundlage seiner Kostenschätzung gemacht hat (Senatsurteile BGHZ 154, 395 und 162, 161).*)

3. Reparaturkosten für eine Teilreparatur, die über dem Wiederbeschaffungsaufwand des Fahrzeugs liegen und den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen, können in diesen Fällen ebenfalls nur dann zuerkannt werden, wenn diese Reparaturkosten konkret angefallen sind oder wenn der Geschädigte nachweisbar wertmäßig in einem Umfang repariert hat, der den Wiederbeschaffungsaufwand übersteigt; anderenfalls ist die Höhe des Ersatzanspruchs auf den Wiederbeschaffungsaufwand beschränkt (Senatsurteil BGHZ 162, 170).*)

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IMRRS 2010, 0846
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Sonstiges Zivilrecht - Gebrauchtwagenkauf: Aufklärung über Zwischenhändler

BGH, Urteil vom 16.12.2009 - VIII ZR 38/09

Der Verkäufer eines Gebrauchtwagens muss den Käufer darüber aufklären, dass er das Fahrzeug kurze Zeit vor dem Weiterverkauf von einem nicht im Kraftfahrzeugbrief eingetragenen "fliegenden Zwischenhändler" erworben hat.*)

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IMRRS 2010, 0844
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Sonstiges Zivilrecht - Stromversorgung: Ausgleich nach EEG

BGH, Urteil vom 09.12.2009 - VIII ZR 35/09

1. In den Ausgleichsmechanismus des Erneuerbare-Energien-Gesetzes einschließlich des Belastungsausgleichs zwischen den Elektrizitätsversorgungsunternehmen und dem für sie regelverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber nach § 14 Abs. 3 EEG 2004 ist nicht nur Strom einzubeziehen, der aus einem Netz für die allgemeine Versorgung bezogen wird, sondern auch Strom, der außerhalb eines solchen Netzes erzeugt und an Letztverbraucher geliefert wird.*)

2. Von § 14 Abs. 3 Sätze 1, 3 und 4 EEG 2004 werden auch die Strommengen erfasst, die von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen außerhalb eines der allgemeinen Versorgung dienenden Netzes an verbundene Unternehmen geliefert werden.*)

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IMRRS 2010, 0841
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Sonstiges Zivilrecht - Verzinsung der Kaution beim Leasingvertrag

BGH, Urteil vom 18.11.2009 - VIII ZR 347/08

Die von einem Leasingnehmer gezahlte Kaution ist nur dann vom Leasinggeber zu verzinsen, wenn dies eigens vereinbart ist.*)

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IMRRS 2010, 0839
WettbewerbsrechtWettbewerbsrecht
Nahrungsergänzungsmittel ist kein Arzneimittel

BGH, Urteil vom 14.01.2010 - I ZR 138/07

Ein Erzeugnis, dessen Wirkungen durch einen Stoff erzielt werden, der in entsprechender Menge in angemessener Weise auch mit der normalen Nahrung aufgenommen werden kann, kann auch dann als Lebensmittel und nicht als Arzneimittel anzusehen sein, wenn die empfohlene Häufigkeit der Aufnahme (hier: täglich) nicht den üblichen Ernährungsgewohnheiten entspricht.*)

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IMRRS 2010, 0819
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Sonstiges Zivilrecht - Mitverschulden beim Versand

BGH, Urteil vom 13.08.2009 - I ZR 3/07

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0812
IT, EDV und TelekommunikationIT, EDV und Telekommunikation
Zivilrecht - Abwägung Medienfreiheit und Persönlichkeitsrecht

BGH, Urteil vom 15.12.2009 - VI ZR 227/08

1. Die Frage, ob eine Rundfunkanstalt nicht mehr aktuelle Rundfunkbeiträge, in denen ein verurteilter Straftäter namentlich genannt wird, in dem für Altmeldungen vorgesehenen Teil ihres Internetportals ("Online-Archiv") weiterhin zum Abruf bereit halten darf, ist aufgrund einer umfassenden Abwägung des Persönlichkeitsrechts des Straftäters mit dem Recht der Rundfunkanstalt auf Meinungs- und Medienfreiheit zu entscheiden.*)

2. Dabei fließt zugunsten der Rundfunkanstalt mit erheblichem Gewicht in die Abwägung ein, dass die Veröffentlichung der Meldung ursprünglich zulässig war, die Meldung nur durch gezielte Suche auffindbar ist und erkennen lässt, dass es sich um eine frühere Berichterstattung handelt.*)

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IMRRS 2010, 0809
Leasing und ErbbaurechtLeasing und Erbbaurecht
Zivilrecht - Einrede der Verjährung bei Gesamtschuld

BGH, Urteil vom 25.11.2009 - IV ZR 70/05

Ein auf Ausgleich nach § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB in Anspruch genommener Gesamtschuldner kann dem nicht entgegenhalten, der ausgleichsberechtigte Gesamtschuldner hätte mit Erfolg die Einrede der Verjährung gegenüber dem Gläubiger erheben können.*)

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IMRRS 2010, 0765
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 04.03.2010 - III ZR 233/09

1. § 29 BJagdG gewährt keinen Ersatzanspruch für Wildschäden, die auf solchen Grundflächen entstehen, die in einem so genannten befriedeten Bezirk (hier gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 2 und 6 NdsJagdG) liegen und auf denen gemäß § 6 BJagdG die Jagd ruht.*)

2. Dies gilt auch dann, wenn das einschlägige Landesjagdgesetz, wie in Niedersachsen - im Unterschied zu den meisten anderen Bundesländern -, keine ausdrückliche Regelung enthält, dass Wildschäden auf solchen Grundstücken nicht zu erstatten sind.*)

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IMRRS 2010, 0763
ProzessualesProzessuales
Finanzanlagerecht

BGH, Beschluss vom 02.02.2010 - VI ZR 255/08

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0759
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 28.01.2010 - Xa ZR 37/09

Eine Klausel in den Teilnahmebedingungen für das Flugprämienprogramm eines Luftverkehrsunternehmens, nach der bei einer Kündigung des Teilnehmervertrags durch das Luftverkehrsunternehmen oder bei Beendigung des Prämienprogramms erworbene und bis dahin innerhalb von fünf Jahren nach Flugdatum gegen Prämienflüge einlösbare Bonuspunkte ihre Gültigkeit sechs Monate nach Zugang der Kündigung verlieren, benachteiligt den Flugreisenden entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und ist daher unwirksam.*)

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IMRRS 2010, 0758
ProzessualesProzessuales
Verfahrensrecht

BGH, Beschluss vom 11.03.2010 - I ZR 203/08

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0749
ProzessualesProzessuales
Verfahrensrecht

BGH, Beschluss vom 02.03.2010 - IV ZB 15/09

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0746
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 09.03.2010 - VI ZR 131/09

Beschränkt sich der Durchgangsarzt im Rahmen der Nachschau auf die Prüfung der Frage, ob die bei der Erstversorgung des Verletzten getroffene Entscheidung zugunsten einer allgemeinen Heilbehandlung aufrechtzuerhalten ist, wird er in Ausübung eines öffentlichen Amtes tätig.*)

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IMRRS 2010, 0723
WerkvertragWerkvertrag
Rechtsnatur eines Internet-System-Vertrags

BGH, Urteil vom 04.03.2010 - III ZR 79/09

1. Zur rechtlichen Einordnung eines "Internet-System-Vertrags", der die Erstellung und Betreuung einer Internetpräsentation (Website) des Kunden sowie die Gewährleistung der Abrufbarkeit dieser Website im Internet für einen festgelegten Zeitraum zum Gegenstand hat.*)

2. Zur Frage der Wirksamkeit einer Klausel, die in einem "Internet-System-Vertrag" eine Vorleistungspflicht des Kunden begründet.*)

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IMRRS 2010, 0709
ProzessualesProzessuales
Verfahrensrecht - Persönlichkeitsverletzung im Internet: Deutscher Gerichtsstand

BGH, Urteil vom 02.03.2010 - VI ZR 23/09

1. Die deutschen Gerichte sind zur Entscheidung über Klagen wegen Persönlichkeitsbeeinträchtigungen durch im Internet abrufbare Veröffentlichungen international zuständig, wenn die als rechtsverletzend beanstandeten Inhalte objektiv einen deutlichen Bezug zum Inland in dem Sinne aufweisen, dass eine Kollision der widerstreitenden Interessen - Interesse des Klägers an der Achtung seines Persönlichkeitsrechts einerseits, Interesse des Beklagten an der Gestaltung seines Internetauftritts und an einer Berichterstattung andererseits - nach den Umständen des konkreten Falls, insbesondere aufgrund des Inhalts der beanstandeten Meldung, im Inland tatsächlich eingetreten sein kann oder eintreten kann.*)

2. Dies ist dann anzunehmen, wenn eine Kenntnisnahme von der beanstandeten Meldung nach den Umständen des konkreten Falls im Inland erheblich näher liegt als es aufgrund der bloßen Abrufbarkeit des Angebots der Fall wäre und die vom Kläger behauptete Beeinträchtigung seines Persönlichkeitsrechts durch Kenntnisnahme von der Meldung (auch) im Inland eintreten würde.*)

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IMRRS 2010, 0685
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Schadensrecht

BGH, Urteil vom 02.03.2010 - VI ZR 144/08

Zur Frage, ob bei der fiktiven Schadensabrechnung eines als "Unikat" anzusehenden Kraftfahrzeugs ein über den Wiederbeschaffungswert hinaus gehender Schadensbetrag abgerechnet werden kann.*)

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IMRRS 2010, 0680
VersicherungenVersicherungen
Schadensrecht

BGH, Urteil vom 02.02.2010 - VI ZR 139/08

1. Für die Frage, ob ein günstigerer Tarif als der sogenannte Unfallersatztarif "ohne weiteres" zugänglich war, kommt es darauf an, ob dem Geschädigten in seiner konkreten Situation "ohne weiteres" ein günstigeres Angebot eines bestimmten Autovermieters zur Verfügung stand.*)

2. Es obliegt dem Schädiger, der einen Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht (§ 254 Abs. 2 BGB) geltend macht, darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen, dass dem Geschädigten ein günstigerer Tarif nach den konkreten Umstanden "ohne weiteres" zugänglich gewesen ist.*)

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IMRRS 2010, 0678
ProzessualesProzessuales
Verfahrensrecht - Mithören des Telefonats ohne Einwilligung verwertbar?

BGH, Urteil vom 17.02.2010 - VIII ZR 70/07

1. Die Lieferung eines Kraftfahrzeugs in einer anderen als der bestellten Farbe stellt im Regelfall einen erheblichen Sachmangel und eine erhebliche Pflichtverletzung des Verkäufers dar. Dies gilt auch dann, wenn der Käufer neben der im Kaufvertrag festgelegten zunächst auch eine andere Fahrzeugfarbe in Betracht gezogen hatte.*)

2. Zur Frage der Verwertbarkeit der Aussage eines Zeugen über den Inhalt eines Telefonats, das er ohne Einwilligung des Gesprächspartners mitgehört hat (im Anschluss an BGH, Urteil vom 18. Februar 2003 - XI ZR 165/02, NJW 2003, 1727 und BGHZ 162, 1).*)

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IMRRS 2010, 0676
IT, EDV und TelekommunikationIT, EDV und Telekommunikation
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 11.02.2010 - IX ZR 104/07

Ist zumindest eine der gegenseitigen durch Rechtsgeschäft entstandenen Forderungen bedingt oder befristet, kommt es für die Anfechtbarkeit des Erwerbs der Aufrechnungslage auf den Zeitpunkt an, zu dem die spätere Forderung entstanden und damit das Gegenseitigkeitsverhältnis begründet worden ist. Die mit Abschluss eines Vertrages entstandene Forderung ist erst ab dem Zeitpunkt und nur insoweit zu berücksichtigen, als sie - etwa durch Erbringung der versprochenen Leistung - werthaltig geworden ist und dem Gläubiger durch die Aufrechnung eine tatsächliche Befriedigung seiner Forderung ermöglicht.*)

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IMRRS 2010, 0670
ProzessualesProzessuales
Verfahrensrecht

BGH, Beschluss vom 11.03.2010 - IX ZR 4/09

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0664
KaufrechtKaufrecht
Begriff der öffentlichen Versteigerung

BGH, Urteil vom 24.02.2010 - VIII ZR 71/09

Der Begriff der öffentlichen Versteigerung im Sinne von § 383 Abs. 3, § 474 Abs. 1 Satz 2 BGB setzt nicht voraus, dass ein nach § 34b Abs. 5 GewO öffentlich bestellter Versteigerer, der eine Auktion durchführt, auch Veranstalter der Auktion ist (Fortführung von BGH, Urteil vom 9. November 2005 - VIII ZR 116/05, NJW 2006, 613).*)

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IMRRS 2010, 0662
ProzessualesProzessuales
Zivilrecht

BGH, Beschluss vom 11.03.2010 - IX ZR 68/08

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0661
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 09.02.2010 - VI ZR 243/08

Zur Zulässigkeit des Bereithaltens von sogenannten Dossiers zum Abruf im Internet, in denen den Täter identifizierende alte Wort- und Bildberichterstattungen über eine schwere Straftat zusammengefasst sind.*)

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IMRRS 2010, 0626
WerkvertragWerkvertrag
Beweislast bei streitiger Entgeltvereinbarung

OLG München, Urteil vom 07.05.2009 - 8 U 4374/08

Wenn Unternehmer und Besteller um die Höhe des Entgelts streiten, sich jedoch darüber im Klaren sind, dass eine bestimmte Höhe vereinbart worden ist, gilt die übliche Beweislastregel, nämlich dass der Unternehmer die Behauptung des Bestellers, es sei ein Entgelt vereinbart worden, widerlegen muss, nicht.

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IMRRS 2010, 0624
Mit Beitrag
MietrechtMietrecht
Haftung des Mieters für Verschulden seiner Umzugshelfer

AG Gummersbach, Urteil vom 15.03.2010 - 10 C 169/09

Nimmt der Mieter zum Einzug in die Mietwohnung dier Hilfe dritter Personen in Anspruch, so haftet er gemäß §§ 278, 241 II, 280 BGB für die von diesen Personen schuldhaft verursachte Verletzung des Eigentums des Vermieters.*)




IMRRS 2010, 0621
KaufrechtKaufrecht
Vertrag über neu herzustellende bewegliche Sachen ist Kaufvertrag!

BGH, Urteil vom 09.02.2010 - X ZR 82/07

Auf einen Vertrag über die Lieferung neu herzustellender beweglicher Sachen (hier: Tiefladesattelauflieger) ist Kaufrecht anzuwenden. Unerheblich für die vertragsrechtliche Einordnung ist, dass die Sache nach den konkreten Vorstellungen und Vorgaben der Klägerin hergestellt werden sollte.

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IMRRS 2010, 0611
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 18.02.2010 - Xa ZR 106/06

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0610
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 02.02.2010 - VI ZR 7/09

Zur Schätzung von Mietwagenkosten.*)

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IMRRS 2010, 0606
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 18.02.2010 - Xa ZR 166/07

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0605
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 18.02.2010 - Xa ZR 95/06

Bei einer großen Verspätung im Sinne des Art. 6 Abs. 1 FluggastrechteVO steht dem Fluggast wie bei einer Annullierung des Flugs ein Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach Art. 7 zu, sofern er sein Endziel nicht früher als drei Stunden nach der geplanten Ankunftszeit erreicht und die große Verspätung nicht auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn von dem Luftfahrtunternehmen alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären (im Anschluss an EuGH RRa 2009, 282 = NJW 2010, 43 - Sturgeon/Condor).*)

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IMRRS 2010, 0603
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Beschluss vom 09.02.2010 - X ZR 145/07

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0597
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Schadensrecht

BGH, Beschluss vom 14.01.2010 - VII ZR 162/08

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0593
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 09.02.2010 - VI ZR 244/08

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0590
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Beschluss vom 29.09.2009 - EnVR 14/09

Die Bundesnetzagentur ist befugt, bei der Festlegung einheitlicher, beim Wechsel des Gaslieferanten anzuwendenden Geschäftsprozesse und Datenformate einen Prozessschritt vorzuschreiben, nach dem eine Entnahmestelle, die keinem anderen Lieferanten zugeordnet werden kann, vom Netzbetreiber unabhängig davon dem Grundversorger zugeordnet wird, ob an der Entnahmestelle Gas entnommen wird und ob dem Grundversorger ein Anschlussnehmer oder -nutzer bekannt ist.*)

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IMRRS 2010, 0586
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 18.02.2010 - Xa ZR 64/07

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0585
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Reisevertragsrecht

BGH, Urteil vom 18.02.2010 - Xa ZR 164/07

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0580
KaufrechtKaufrecht
Wann liegen AGB vor?

BGH, Urteil vom 17.02.2010 - VIII ZR 67/09

1. Ein Stellen von Vertragsbedingungen liegt nicht vor, wenn die Einbeziehung vorformulierter Vertragsbedingungen in einen Vertrag auf einer freien Entscheidung desjenigen beruht, der vom anderen Vertragsteil mit dem Verwendungsvorschlag konfrontiert wird. Dazu ist es erforderlich, dass er in der Auswahl der in Betracht kommenden Vertragstexte frei ist und insbesondere Gelegenheit erhält, alternativ eigene Textvorschläge mit der effektiven Möglichkeit ihrer Durchsetzung in die Verhandlungen einzubringen.*)

2. Sind Vertragsbedingungen bei einvernehmlicher Verwendung eines bestimmten Formulartextes nicht im Sinne von § 305 Abs. 1 Satz 1 BGB gestellt, finden die §§ 305 ff. BGB auf die Vertragsbeziehung keine Anwendung.*)

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IMRRS 2010, 0565
ProzessualesProzessuales
Zivilrecht - Nur Klage des Berechtigten hemmt die Verjährung

BGH, Urteil vom 29.10.2009 - I ZR 191/07

a) Die Vorschrift des § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB setzt - ebenso wie schon § 209 Abs. 1 BGB a.F. - eine Klage des materiell Berechtigten voraus. Berechtigter ist neben dem ursprünglichen Rechtsinhaber und dessen Rechtsnachfolger auch der gesetzliche oder gewillkürte Prozessstandschafter.*)

b) Die einseitige Erledigungserklärung des Klägers beendet nicht die Rechtshängigkeit des für erledigt erklärten Anspruchs; dieser bleibt vielmehr verfahrensrechtlich die Hauptsache.*)

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IMRRS 2010, 0551
MietrechtMietrecht
Vermieter haftet nicht für Personenschäden durch Stromschlag

LG Bielefeld, Urteil vom 29.10.2009 - 6 O 262/09

1. Die Eltern, die nach dem Tod der Tochter als deren Erben den Mietvertrag fortsetzen, können aus dem Mietvertrag keine Ansprüche aufgrund von Schäden geltend machen, die erst ab dem Todeszeitpunkt der Tochter eingetreten sind, also insbesondere Beerdigungskosten.

2. DIN-Normen bezüglich der Überwachung und Wartung von elektrischen Anlagen stellen keine Rechtspflichten, sondern lediglich Empfehlungen dar; ein Verstoß des Vermieters hiergegen ist somit keine Pflichtverletzung im deliktischen Sinne und begründet keine Schadensersatzpflicht.

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IMRRS 2010, 0548
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 21.01.2010 - I ZR 176/07

Die mit der Einräumung einer "letzten Option" begründete Verpflichtung, dem Optionsberechtigten das Recht zur Veröffentlichung der Fortsetzung eines Films zu denselben Bedingungen anzubieten, zu denen der Optionsverpflichtete dieses Recht einem Dritten angeboten hat, kann durch das Angebot zum Abschluss eines Vorvertrages erfüllt werden, der die wesentlichen Bestandteile des beabsichtigten Hauptvertrages enthält.*)

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IMRRS 2010, 0525
ProzessualesProzessuales
Verfahrensrecht

BGH, Beschluss vom 23.02.2010 - XI ZR 219/09

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0517
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht
Zivilrecht

BGH, Urteil vom 07.10.2009 - I ZR 80/04

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0481
ImmobilienImmobilien
Vertragsrecht

BGH, Beschluss vom 26.01.2010 - VIII ZR 312/08

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0455
Beruf, Handwerk und GewerbeBeruf, Handwerk und Gewerbe
Steuerberater

BGH, Urteil vom 11.02.2010 - IX ZR 114/09

Ein einheitlicher Steuerberatervertrag kann nach § 627 BGB gekündigt werden, auch wenn für einen Teilbereich der Tätigkeit dauerhaft feste Bezüge vereinbart sind.*)

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IMRRS 2010, 0425
Handels- und GesellschaftsrechtHandels- und Gesellschaftsrecht

BGH, Urteil vom 11.02.2010 - III ZR 128/09

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IMRRS 2010, 0418
ImmobilienImmobilien
Zivilrecht - Vertragsauslegung/Grundstücksübertragung: Pflege als Gegenleistung

BGH, Urteil vom 29.01.2010 - V ZR 132/09

Kann ein Familienangehöriger, der als Gegenleistung für die Übertragung eines Grundstücks die Pflege des Übergebers übernommen hat, seine Leistung wegen Umzugs des Übergebers in ein Pflegeheim nicht mehr erbringen, wird sich dem im Rahmen einer ergänzenden Vertragsauslegung zu ermittelnden hypothetischen Parteiwillen im Zweifel nicht entnehmen lassen, dass an die Stelle des ersparten Zeitaufwands ein Zahlungsanspruch des Übergebers treten soll.*)

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IMRRS 2010, 0413
Familien- und ErbrechtFamilien- und Erbrecht

BGH, Urteil vom 09.12.2009 - XII ZR 107/08

1. Der Anspruch auf eine nach iranischem Recht vereinbarte Morgengabe unterliegt - als allgemeine Wirkung der Ehe - dem von Art. 14 EGBGB berufenen Sachrecht.*)

2. Zu den nach deutschem Sachrecht bestehenden Möglichkeiten, einen als Morgengabe in iranischer Währung vereinbarten Betrag an die iranische Geldwertentwicklung anzupassen.*)

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IMRRS 2010, 0408
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht

BGH, Urteil vom 01.12.2009 - VI ZR 221/08

1. Zur Abwägung der beiderseitigen Verursachungs- und Verantwortungsbeiträge nach § 17 Abs. 1 StVG (a.F.) bei einem (tödlichen) Zusammenstoß eines Motorradfahrers mit einem auf dem linken von drei Fahrstreifen einer Autobahn liegen gebliebenen Kraftfahrzeug.*)

2. Zur Berechtigung von Hinterbliebenen, Schadensersatzansprüche wegen entgangenen Unterhalts geltend zu machen, wenn sie sowohl eine gesetzliche Hinterbliebenenrente als auch eine betriebliche Zusatzversorgung erhalten.*)

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IMRRS 2010, 0406
Allgemeines ZivilrechtAllgemeines Zivilrecht

BGH, Urteil vom 21.01.2010 - I ZR 215/07

Sehen die Geschäfts- oder Beförderungsbedingungen eines Frachtführers keine Regelung für seine Höchstbetragshaftung im Fall des Verlusts des Transportguts vor, liegt es im Regelfall nahe, für die Frage, ob ein ungewöhnlich hoher Schaden i.S. von § 254 Abs. 2 Satz 1 BGB droht, von dem zehnfachen Betrag der Haftungsbegrenzung nach § 431 Abs. 1 HGB, Art. 23 Abs. 3 CMR auszugehen (Fortführung von BGH, Urt. v. 1.12.2005 - I ZR 31/04, NJW 2006, 1426 = TranspR 2006, 212). Ist durch vorformulierte Vertragsbedingungen (§ 449 Abs. 2 Satz 2 HGB) ein geringerer als der in § 431 Abs. 1 HGB vorgesehene Höchstbetrag vereinbart worden, ist von dem zehnfachen Betrag der vereinbarten Haftungshöchstsumme auszugehen.*)

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